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Die Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall)  ist eine Autoimmunerkrankung mit kahlen Stellen am Kopf, die begrenzt sind. Je nach Verlauf bildet sich der Haarausfall spontan zurück oder es entstehen weitere betroffene Stellen. Eine Behandlung mit Medikamenten ist möglich.

Symptome

Eine Alopecia areata äussert sich in einzelnen oder mehreren, klar begrenzten, glatten, ovalen bis runden haarlose Stellen. Die Kopfhaut ist gesund und nicht entzündet. Der Haarausfall tritt meist am Kopfhaar auf, aber dauch andere Stellen des Körpers können betroffen sein.

Am Rand der Kahlstellen treten sogenannte Ausrufezeichen-Haare auf, welche nach aussen dicker werden. Das klinische Bild ist variabel und unterscheidet sich von Person zu Person. Der Verlauf ist dynamisch, nicht vorhersehbar. Im Verlauf der Erkrankung kann es zu einer spontanten Besserung, einer Stabilisierung oder zu einer Verschlechterung kommen. Wenn Haar nachwächst, ist es häufig zunächst ohne Melaninzellen.

Ursachen

Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Die Alopecia areata wird als entzündliche, gewebespezifische Autoimmunerkrankung angesehen.

Komplikationen

Die Erkrankung ist gutartig und in erster Linie ein kosmetisches Problem. Der Verlust des Haars und die Unvorhersagbarkeit der Erkrankung können für die PatientInnen - häufig sind gerade auch Jugendliche betroffen - eine grosse psychische Belastung darstellen.

Neben den Haaren können auch die Nägel betroffen sein. Es bilden sich kleine Grübchen, Rillen oder Aufrauhungen auf der Nagelplatte. Die Lunulae können fleckig gerötet sein, selten kommt es zum vollständigen Nagelverlust.

Der Haarausfall kann sich auf mehrere Stellen ausbreiten. Gelegentlich geht das ganze Kopfhaaroder das ganze Kopf- und das Körperhaar verloren.  Als prognostisch ungünstig gelten: ein Beginn in jungen Jahren, eine Familiengeschichte mit Alopecia areata, eine grosse Ausdehnung, ein Befall der Nägel und Autoimmunerkrankungen.Risikofaktoren

  • Alter: Bei der Mehrheit der Patienten beginnt die Erkrankung unter 20 Jahren
  • Genetische Veranlagung
  • Down-Syndrom
  • Autoimmunerkrankungen, Atopie

Nicht-medikamentöse Behandlung

Keine Behandlung: Es handelt sich um ein kosmetisches Problem, das nicht unbedingt eine Therapie erfordert. Dennoch leiden betroffene psychisch teilweise sehr stark unter diesem Problem. Bei leichter Alopecia areata tritt häufig innert eines Jahres eine spontane Besserung eintreten, selbst bei grossflächigem Haarausfall ist dies möglich, allerdings seltener.

Bei kleiner Ausdehnung kann die Stelle auf dem Kopf unter dem verbleibenden Haar versteckt werden. Möglich ist auch eine Rasur, vor allem im Bartbereich, das Tragen einer Kopfbedeckung oder Perücke.

Medikamentöse Behandlung

Bisher gibt es keine Medikamente, welche zu einer dauerhaften Heilung der Erkrankung führen. Eingesetzt werden hauptsächlich Glucocorticoide, welche im Verlauf einiger Wochen bis Monate zu einer Besserung führen können. Rückfälle sind häufig. Die Erkrankung sollte ärztlich behandelt werden.

Wissenswertes

Weisse oder graue Haare können von einer Alopecia areata verschont bleiben. Bei raschem und grossflächigem Haarausfall ist so ein „Ergrauen über Nacht“ möglich. Dieses Phänomen wird auch als „Marie Antoinette Syndrom“ bzw. „Thomas More Syndrom“ bezeichnet. Beide historische Persönlichkeiten sollen vor ihrer Hinrichtung über Nacht ergraut sein.

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